{"id":191,"date":"2017-09-21T00:02:18","date_gmt":"2017-09-21T00:02:18","guid":{"rendered":"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/de\/?p=191"},"modified":"2017-09-21T20:22:47","modified_gmt":"2017-09-21T20:22:47","slug":"der-the-wala-und-das-kokablatt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/de\/der-the-wala-und-das-kokablatt\/","title":{"rendered":"DER TH\u00ca\u00b4 WALA UND DAS KOKABLATT"},"content":{"rendered":"<p><!--\/\/\/\/ Texto-2 \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text colum_2 pure-g\">\n<div><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-2-3 box_1\">Aus dem Bergsee entstieg der Donnersohn und mit ihm die Sterne. Er wurde mit dem Blut der Jungfrauen gestillt und k\u00e4mpfte im Namen des Nasa-Volks gegen die aufeinander folgenden Angriffe: der Pijao, der Guambianos und schlie\u00dflich der Spanier. Nach den Schlachten und der Abgrenzung des Gebiets seines Volkes tauchte er wieder in den Wassern des Sees unter, wobei er seine gewaltige Stimme erschallen lie\u00df: Ich sterbe nie, ich sterbe nie.<\/div>\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-3 box_2\"><\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-1 \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1 box_1 \">\n<p>Vor seinem Verschwinden \u00fcbergab Juan Tama, der Donnersohn, sein gesamtes Wissen an die \u00c4ltesten und trug ihnen auf, diese Weisheit f\u00fcr des Nasa-Volks aufzubewahren. Dies liegt aber schon lange zur\u00fcck. Seit dieser Zeit erklingt der Donner in den Bergen und zwischen den Frailejon-Stauden, die wie gewaltige Soldaten das Bergland bewachen. Einmal kam der Donner in das Amazonasgebiet am Ufer des Putumayo-Stroms, weit s\u00fcdlich des heiligen Sees, in dem die Legende geboren wurde. Der Donner dr\u00f6hnt kraftvoll, aber selbst, wenn alle aus der Gemeinschaft ihn h\u00f6ren, versteht nur Misael, der Th\u00ea\u00b4 Wala, seine Worte. Der Titel \u201eTh\u00ea\u00b4 Wala\u201d bedeutet in der Nasayuwe-Sprache so viel wie: Gro\u00dfer Mann.<\/p>\n<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ IMG-Texto full combinado \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContentFull layout_text_img colum_2 right\">\n<div class=\"box_1\"><img src=\"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/wp-content\/themes\/CRONICAS\/assets\/images\/historias\/single-el-wala\/2.jpg\" \/><\/div>\n<div class=\"woowContent1100 pure-g box_2\">\n<div class=\"woowTheContent pure-u-1-1 pure-u-md-1-3\">\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-1 simple \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1\">Der Donner erschien zum ersten Mal in den klaren und bedeutungsvollen Tr\u00e4umen des Th\u00ea\u00b4 Wala, als dieser noch ein Kind war und in Cauca lebte, lange bevor seine Mutter und seine Geschwister sich wie so viele andere in den S\u00fcden aufmachten, um den Urwald am Putumayo zu erkunden. In diesem Traum erschien der Donner in der Gestalt eines alten Mannes, der sich der H\u00fctte schleppenden Schrittes von der R\u00fcckseite aus n\u00e4herte; seine Jigra <sup>*<\/sup> war mit Kokabl\u00e4ttern prall gef\u00fcllt. Misael war der Erw\u00e4hlte. So begann sein Weg, der ihn auf den Spuren der Macht und Weisheit des Donnervaters f\u00fchrte. Er lernte, die Pflanzen zu erkennen und zu verstehen, die Harmonie oder deren Fehlen in den K\u00f6rpern der Menschen zu sehen, aber auch in dem gro\u00dfen K\u00f6rper der Gesellschaften der M\u00e4nner und Frauen auf der Erde. Er lernte, die Rituale in richtiger Weise zu vollziehen: die Auffrischung, das Opfer, die Reinigung, die Rituale, um den Vulkan zu beruhigen oder den Regen zu bringen, die Rituale, welche die Geschichte und die Macht der Kultur bewahren.<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-1 simple \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1 detalle_text\">Jigra: traditioneller aus Pflanzenfasern gewebter Rucksack des Nasa-Volks<\/div>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-1 \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1 box_1\" style=\"font-size: 30px; text-align: center;\">***<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-1 \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text pure-g\" style=\"text-align: right;\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1 box_1 \">\n<p>Die Nacht war angebrochen. Am Feuer, das im Heiligtum brennt, kaut der Th\u00ea\u00b4 Wala die Esh-Bl\u00e4tter. Esh: So hei\u00dft in der Nasayuwe-Sprache die Kokapflanze, die heilige Pflanze, die seit Jahrtausenden die V\u00f6lker der Anden und des Amazonasbeckens begleitet.<\/p>\n<p>Als alle versammelt sind, beginnt das Ritual. Bevor er sich eine Handvoll ger\u00f6stete Kokabl\u00e4tter in den Mund f\u00fchrt, \u201cschwenkt\u201d er sie. Dies bedeutet, dass er mit den Bl\u00e4ttern in einer Drehbewegung zun\u00e4chst seinen rechten Fu\u00df, dann seine Schulter, dann seinen Scheitel und schlie\u00dflich seinen linken Fu\u00df ber\u00fchrt. Danach erst stopft er sich die Bl\u00e4tter in den Mund, wo er sie kauend zu einer Kugel formt, was aussieht, als h\u00e4tte er einen Golfball in der Backe stecken. Nun drehen seine H\u00e4nde mit entschlossenen Bewegungen den Poporo <sup>*<\/sup> \u00fcber dem Zwischenraum von Daumen und Zeigefinger, bis der Mambe herabtropft: der Kalk, der direkt auf die Kokakugel aufgetragen werden muss. Der Th\u00ea\u00b4 Wala kaut langsam und bed\u00e4chtig. W\u00e4hrend er zwischen den Anwesenden umhergeht, reicht er ihnen weitere Kokabl\u00e4tter, damit jeder die gleichen Bewegungen wiederholt: das \u201eSchwenken\u201c der Bl\u00e4tter von rechts nach links, bevor sie in den Mund gef\u00fchrt werden. Alles ist still, so muss es sein, sagt jemand, sonst kann man die Zeichen nicht sehen.<\/p>\n<p>Im Mund ergie\u00dft sich der Mambe auf die Bl\u00e4tter. Der Brei schmeckt s\u00fc\u00dflich. Manche sp\u00fcren eine Wunde an der Innenseite der Mundwinkel. Nur schemenhaft sind die Gesichtsz\u00fcge der Anwesenden zu sehen. Die K\u00f6rper sind nur zu erahnen, wenn der Lichtstrahl einer fernen Laterne eine stumpfe Nase, einen gekr\u00fcmmten R\u00fccken oder eine mit Kokabl\u00e4ttern gef\u00fcllte Hand streift.<\/p>\n<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-2 combinado \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text colum_2 pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-3 box_1 detalle_text\">Poporo: Gef\u00e4\u00df, das aus der getrockneten Totumofrucht hergestellt wird. In seinem Innern befindet sich der Kalk, der im Mund mit den Kokabl\u00e4ttern gemischt werden muss.<\/div>\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-3 box_2\"><\/div>\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-3 box_3\"><\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ IMG-1 full \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContentFull layout_img colum_full pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1\"><img src=\"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/wp-content\/themes\/CRONICAS\/assets\/images\/historias\/single-el-wala\/3.jpg\" \/><\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-2 \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text colum_2 pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-2-3 box_1\">Bevor er Th\u00ea\u00b4 Wala wurde, war Misael oft mit seinem Gro\u00dfvater in Cauca unterwegs. Der Alte besa\u00df Grundst\u00fccke am Berghang, im Tiefland und auch hoch auf den Gipfeln, wo der Bergr\u00fccken in die Wolken ragt und eisige K\u00e4lte herrscht. Jetzt, wo er selbst fast schon ein alter Mann ist, wenn auch lebhaft und drahtig, denkt er oft an seine Kindheit zur\u00fcck. Ein kleiner, d\u00fcnner Junge, der schweigend am Feuer sa\u00df. In seinen Erinnerungen schwenkt er einen aus Pflanzenfasern gewebten Gegenstand \u2013 was es genau war, hat er vergessen \u2013 um den Flammen Luft zuzuf\u00fchren. Auf den Tullpas genannten runden Steinen stand immer der Tontopf, in dem der Gro\u00dfvater alle Speisen zubereitete \u2013 ungesalzen, denn Salz war ungesund und au\u00dferdem nur schwer zu bekommen. Als der Alte starb, fiel seiner j\u00fcngsten Tochter eine alte Vorschrift ein, nach der immer nur das j\u00fcngste Kind erbberechtigt war und diesem alle Besitzt\u00fcmer zufielen. So blieb Misaels Familie nichts, weder Berge noch Tiefland. Misaels Mutter zog mit ihren f\u00fcnf Kindern Richtung S\u00fcden, dorthin, wo ihre Vorfahren schon vor Jahrhunderten frei umhergezogen waren und keine Grenzen kannten au\u00dfer denen, die andere St\u00e4mme ihnen setzten.<\/div>\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-3 box_2\"><\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ IMG-Texto full combinado \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContentFull layout_text_img colum_2 left\">\n<div class=\"box_1\"><img src=\"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/wp-content\/themes\/CRONICAS\/assets\/images\/historias\/single-el-wala\/4.jpg\" \/><\/div>\n<div class=\"woowContent1100 pure-g box_2\">\n<div class=\"woowTheContent pure-u-1-1 pure-u-md-1-3\">\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-1 simple \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1 text_comillas\">\u2013 Hier lebten schon Nasas, deshalb hat man uns hierher gebracht. Als wir ankamen, stellten wir aber fest, dass alles ganz anders war als dort, wo wir hergekommen waren. Der Ackerboden hier ist viel besser und die Pflanzen wachsen schneller. Das hier ist eine Art Schlaraffenland; wenn ich zu faul bin, um den Acker zu bestellen, werfe ich einfach eine Handvoll Saatgut irgendwo hin und es w\u00e4chst von allein. Oder ich werfe eine Banane in ein Loch und sie schl\u00e4gt aus und bringt eine neue Bananenstaude hervor. Deshalb sind wir hierher gekommen und nach uns sind noch viele andere Nasas gekommen und auch andere Bauern. Das hier war Urwald, der reinste Dschungel!<\/div>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-1 \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1 box_1\" style=\"font-size: 30px; text-align: center;\">***<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-1 \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text pure-g\" style=\"text-align: right;\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1 box_1 \">\n<p>Im Halbdunkel kauen die Teilnehmer des Rituals bed\u00e4chtig auf ihren bitteren und rauchigen Bl\u00e4ttern. Die saftige Kugel, die die Backen aufbl\u00e4ht, wird mit Kr\u00e4utern, Bl\u00fcten und Samenk\u00f6rnern gew\u00fcrzt, die von dem weit entfernten heiligen See stammen. Behutsam zieht man die Zutaten aus der Jigra, legt sie auf die linke Hand, \u201cschwenkt\u201d sie und f\u00fchrt sie dann in den Mund. Eine Explosion von Geschmacksrichtungen und Aromen, die vom Mund in die Nase aufsteigen, Ahnungen von etwas Dichtem, aber Leichtem, das in den Kopf steigt und mit dem z\u00e4hen Speichel in den Bauch sinkt. Das flackernde Rot der Zigarettenspitzen schwebt in der Stille; fast alle sind bem\u00fcht, die Asche nicht zu Boden fallen zu lassen. Nachdem man zun\u00e4chst den Fu\u00dfboden mit Schnaps besprengt hat, nimmt jeder einen kr\u00e4ftigen Schluck aus der Flasche. Die warme Fl\u00fcssigkeit tr\u00e4nkt die Kugel aus Bl\u00e4ttern und Kr\u00e4utern und macht sie weich und beweglich.<\/p>\n<p>In einer Mischung aus Spanisch und Nasayuwe nuschelt der Th\u00ea\u00b4 Wala Bruchst\u00fccke aus Geschichten; z\u00e4h und weich str\u00f6men die Wortfetzen zwischen seinen gr\u00fcn gef\u00e4rbten Z\u00e4hnen hervor. Er erz\u00e4hlt von dem alten Mann, der ihm in seinen Tr\u00e4umen erscheint: dem Donnervater. Er spricht \u00fcber die Zeichen, er sagt, mit Hilfe der Kokabl\u00e4tter und der Mitmenschen lasse sich erkennen, ob die anderen, die Fremden, krank sind, ob sie geheilt werden k\u00f6nnen, ob sie l\u00fcgen oder ob sie gute Absichten verfolgen. Von Zeit zu Zeit muss man die H\u00fctte verlassen, um die Chonta und die Jigra zu empfangen, sie zu schwenken und kr\u00e4ftig auszuspucken, \u201ebis zum oberen Haus\u201c. Im Weltbild der Nasa gibt es vier H\u00e4user, vier \u201eYat\u201c. Im oberen Haus wohnen die h\u00f6heren Wesen, danach kommt das Haus der Geister, danach unser Haus, das aber keineswegs nur von Menschen, sondern auch von Geisterwesen bewohnt wird. Schlie\u00dflich gibt es das Haus der Unterwelt, dessen Zugang durch H\u00f6hlen und Senken f\u00fchrt.<\/p>\n<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-2 combinado \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text colum_2 pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-3 box_1\"><\/div>\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-3 box_2\"><\/div>\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-3 box_3 detalle_text\">Chonta, oder H\u00e4uptlingsstab: identit\u00e4tsstiftendes Symbol der Nasa-Indigenen. Es handelt sich um einen Stab aus dem Holz des Chonta-Baums.<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-IMG full \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContentFull layout_text_img colum_2 right\">\n<div class=\"box_1\"><img src=\"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/wp-content\/themes\/CRONICAS\/assets\/images\/historias\/single-el-wala\/5.jpg\" \/><\/div>\n<div class=\"woowContent1100 pure-g box_2\">\n<div class=\"woowTheContent pure-u-1-1 pure-u-md-1-3\">\n<p>In unser Haus, in das Haus der Nasa und der \u00fcbrigen indigenen V\u00f6lker von Putumayo, gelangten zuerst die Kautschukh\u00e4ndler, dann die Holz- und Pelzh\u00e4ndler, schlie\u00dflich die Mitarbeiter der Erd\u00f6lgesellschaften. Und zuletzt erreichten die roten Samenk\u00f6rner der Kokapflanze das Land, in dem Misael l\u00e4ngst vom Jungen zum Mann gereift war. Und mit der Kokapflanze kamen die Menschen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-1 comillas \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1 box_1 text_comillas\">\u2013 Hier in Putumayo tauchte die Kokapflanze erst 1980 oder 1979 in gr\u00f6\u00dferen Mengen auf. Kokabl\u00e4tter gab es davor nur zum Kauen, denn die Nasa kauen Koka auf Schritt und Tritt. Aber dann kam der Wohlstand mit der anderen Kokapflanze, der f\u00fcr die Drogen. Hektar um Hektar wurden mit Kokastr\u00e4uchern bepflanzt.<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-1 \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1 box_1 \">\n<p>Mit den Gesch\u00e4ften kam die Gewalt. Bewaffnete Truppen mit den Abzeichen s\u00e4mtlicher Organisationen, angefangen von der Fahne der kolumbianischen Streitkr\u00e4fte bis hin zu den gekreuzten Maschinengewehren der FARC. Es kamen die Masetos (MAS: Tod den Entf\u00fchrern), um mit allem aufzur\u00e4umen, was linksgerichtet war oder danach aussah, und schlie\u00dflich die paramilit\u00e4rischen Verb\u00e4nde ACCU (Selbstverteidigungskr\u00e4fte der Bauernschaft von C\u00f3rdoba und Urab\u00e1) und BCB (Zentraler Block Bol\u00edvar).<\/p>\n<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ IMG-Texto full combinado \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContentFull layout_text_img colum_2 left\">\n<div class=\"box_1\"><img src=\"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/wp-content\/themes\/CRONICAS\/assets\/images\/historias\/single-el-wala\/6.jpg\" \/><\/div>\n<div class=\"woowContent1100 pure-g box_2\">\n<div class=\"woowTheContent pure-u-1-1 pure-u-md-1-3\">\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-1 simple \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1\">Mit den Waffen kamen die Exzesse, und zwar von allen Seiten. Leichen trieben im Putumayo wie Baumst\u00e4mme oder wurden an den Weggabelungen gefunden. Schuldzuweisungen und Anfeindungen blieben nicht aus. Der Verd\u00e4chtige musste beseitigt werden, der Kollaborateur, derjenige, der wie ein Kollaborateur aussieht, derjenige, der nicht kollaboriert. Derjenige, der nicht mitmacht, derjenige, der mitmacht, derjenige, der Kokain verkauft. Der Andere war zu beseitigen.<\/div>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-2 \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text colum_2 pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-3 box_1\"><\/div>\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-2-3 box_2 text_comillas\">\u2013 Fr\u00fcher war das hier ein Paradies. In den 70er Jahren waren Putumayo und Puerto As\u00eds wunderbar. Alle H\u00e4user waren aus Holz gebaut. Bevor die Mafia kam, gab es hier h\u00f6chstens hundert H\u00e4user und die Kirche. Wenn man damals nach Puerto As\u00eds kam, konnte man da, wo diese Tische stehen, an denen das Fleisch gehackt wird, ungest\u00f6rt \u00fcbernachten. Den Wohlstand brachten damals der Reis, der Mais, die Bananen und der Maniok. Das wurde alles \u00fcber den R\u00edo Cohemb\u00ed verschifft. In La Carmelita fuhren K\u00e4hne mit 150 Sack Mais oder Reis, K\u00e4hne mit zwei oder drei Tonnen Fracht. Die fuhren nach Puerto As\u00eds. Wir haben alle Mais und Reis angebaut. Und man konnte auch die ganze Reisernte verkaufen; es gab eine Firma, die alles aufgekauft hat. Und mit dem Mais war es nicht anders. Als die Kokapflanze kam, war es damit vorbei. Es gab nichts mehr zu essen.<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-1 \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1 box_1 \">\n<p>Mit den Erl\u00f6sen aus dem Verkauf der Kokabl\u00e4tter, die von den K\u00e4ufern in Labors zu Kokain verarbeitet wurden, gelang es vielen, darunter auch Misael, sich einige K\u00fche zu kaufen. Aber die K\u00fche wie das Geld zerrannen den meisten Bauern schnell unter den Fingern; und die Gewalt lauerte an beiden Ufern des Flusses.<\/p>\n<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ IMG-Texto full combinado \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContentFull layout_text_img colum_2 left\">\n<div class=\"box_1\"><img src=\"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/wp-content\/themes\/CRONICAS\/assets\/images\/historias\/single-el-wala\/7.jpg\" \/><\/div>\n<div class=\"woowContent1100 pure-g box_2\">\n<div class=\"woowTheContent pure-u-1-1 pure-u-md-1-3\">\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-1 simple \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1 text_comillas\">\u2013 Mit dem Kokaanbau kann man Geld verdienen? Ja, das sagt man so. Aber in Wahrheit habe ich nichts, und die anderen haben auch nichts. Denn diese Kokabl\u00e4tter waren nicht zum Zerkauen gedacht, sondern zur Drogenherstellung. Deshalb landeten auch so viele im Gef\u00e4ngnis, so viele wurden get\u00f6tet. Denn das Problem war ja: Wenn ich Koka anbaute, konnte ich sie nur an die Guerilla verkaufen. Wenn die gemerkt h\u00e4tten, dass ich sie an andere verkauft habe, dann h\u00e4tte es Chumbimba gegeben.<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-1 comillas \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1 detalle_text\">Chumbimba, umgangssprachlicher Ausdruck f\u00fcr Ermordung.<\/div>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-1 \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1 box_1\" style=\"font-size: 30px; text-align: center;\">***<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-1 \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text pure-g\" style=\"text-align: right;\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1 box_1 \">\n<p>Der Kreis, den die Teilnehmer des Rituals gebildet haben, verschwimmt im dicken Nebel des Tabakqualms. Die lethargischen und wie in einen Halbschlaf versunkenen K\u00f6rper der Anwesenden sind nur zu erahnen. Aber in Wahrheit, erl\u00e4utert der Th\u00ea\u00b4 Wala, sind durch das Kauen der heiligen Pflanzen die Sinne gesch\u00e4rft und empf\u00e4nglich f\u00fcr die Zeichen.<\/p>\n<p>Immer von seinem schweigsamen Assistenten begleitet, nimmt der Th\u00ea\u00b4 Wala die Jigra y die Chonta in die linke Hand. Die rechte Hand benutzt er als St\u00fctze, um seine linke \u00fcber die K\u00f6rper der Anwesenden zu \u201cschwenken\u201d: rechter Fu\u00df, Bein, Schulter, Kopf, Schulter, Bein, linker Fu\u00df. Danach n\u00e4hert er sich mit seinem Mund dem Scheitel des Teilnehmers und haucht kraftvoll in linker Richtung, so als w\u00fcrde er aus einem Beh\u00e4lter trinken und die Fl\u00fcssigkeit dann wegspucken.<\/p>\n<p>Die vier H\u00e4user des Universums der Nasa sind \u00fcbereinander gebaut wie vier Kultst\u00e4tten. Aber sie besitzen auch Querverbindungen nach rechts und nach links. In der Mitte befindet sich das Gleichgewicht, die Harmonie. Auf der linken Seite ist die Sonne, die Bergheide, die Wildnis, sind die Vorfahren, der Donnervater, die heiligen Pflanzen, die guten Zeichen. Auf der rechten Seite ist der Mond mit den kalten Pflanzen, den schlechten Zeichen. Nun schreitet der Th\u00ea\u00b4 Wala an jedem einzelnen Teilnehmer vorbei. Ein unverst\u00e4ndliches Gemurmel ist zu h\u00f6ren. Der eine zeigt auf seine linke Fu\u00dfspitze, der n\u00e4chste auf seine Ferse, ein Dritter auf die rechte Fu\u00dfspitze, wieder ein anderer auf den Spann, einer weist auf eine Zehe, der letzte auf seine linke Schulter. Der Th\u00ea\u00b4 Wala betrachtet die bezeichneten K\u00f6rperteile aus der N\u00e4he und h\u00f6rt genau zu. Er wei\u00df, dass die M\u00e4nner die Zeichen empfangen haben, aber nur er selbst in der Lage ist, diese zu deuten. Alles ist in Ordnung, die Fremden l\u00fcgen nicht, aber es gibt noch sehr viel zu tun. Mehr Kokabl\u00e4tter kommen, mehr Mambe auf die Bl\u00e4tter, Kr\u00e4uter vom See, mehr Tabak, Schnaps, schwenken, schwenken, kauen, schwenken, kauen, kauen, ausspucken, solange, bis die Energie in Harmonie kommt und die Worte flie\u00dfen.<\/p>\n<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ IMG-1 full \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContentFull layout_img colum_full pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1\"><img src=\"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/wp-content\/themes\/CRONICAS\/assets\/images\/historias\/single-el-wala\/8.jpg\" \/><\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-1 \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1 box_1 \">\n<p>Im M\u00e4rz 2000 erarbeiteten die zwanzig indigenen R\u00e4te der zw\u00f6lf ethnischen Gruppen, die in Putumayo leben, eine Initiative, die sie \u201cWurzel f\u00fcr Wurzel\u201d nannten, und stellten diese der Regierung vor. Der Vorschlag sah vor, dass die Gemeinschaften sich verpflichteten, die Str\u00e4ucher der illegalen Anbaufl\u00e4chen eigenh\u00e4ndig auszurei\u00dfen und sie durch solche Pflanzen zu ersetzen, die geeignet waren, ihre Nahrungsversorgung sicherzustellen, den sozialen Zusammenhalt zu st\u00e4rken und die Traditionen zu bewahren. Der Plan war das Ergebnis von jahrelanger Arbeit in den Gemeinschaften, von massiver Bespr\u00fchung der Anbaufl\u00e4chen aus der Luft und von milit\u00e4rischen Aktionen, bei denen die Soldaten loszogen, um die Pflanzen auszurei\u00dfen, die nichts mehr mit Esh zu tun hatten, sondern lediglich den Rohstoff f\u00fcr das Chlorhydrat des Kokains lieferten.<br \/>\nMisael erinnert sich noch gut. Es war im Heiligtum, im Angesicht des Feuervaters und mit der Kokakugel in der Backe, nach schier endlosem Nachdenken und Kauen, als die Stimme des Donnervaters ihnen die Gewissheit gab, dass sich etwas \u00e4ndern musste.<\/p>\n<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-2 \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text colum_2 pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-3 box_1\"><\/div>\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-2-3 box_2 text_comillas\">\u2013 Mit der Aktion \u201cWurzel f\u00fcr Wurzel\u201d haben wir alle angefangen, die Str\u00e4ucher auszurei\u00dfen, alle Indigenen. Die Bauern haben gesagt, die Indianer sind bl\u00f6d, die rei\u00dfen ihre Kokastr\u00e4ucher aus, aber wir hatten uns die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht. Wir haben unsere spirituellen Pr\u00fcfungen gemacht und dabei erkannt, dass wir etwas Schlechtes taten, und da haben wir dann gesagt: Wir werden diese Pflanzen wieder ausrei\u00dfen. Wenn die Kokapflanze nicht als Lebensmittel verwendet wird, dann ist sie schlecht. Die Kokapflanze hat viel Eiwei\u00df, sie gibt Kraft und ist eine spirituelle Hilfe.<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ IMG-2 full \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContentFull layout_img colum_2 pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-2 box_1\"><img src=\"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/wp-content\/themes\/CRONICAS\/assets\/images\/historias\/single-el-wala\/9.jpg\" \/><\/div>\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-2 box_2\"><img src=\"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/wp-content\/themes\/CRONICAS\/assets\/images\/historias\/single-el-wala\/10.jpg\" \/><\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-2 \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text colum_2 pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-2-3 box_1\">\n<p>M\u00e4nner und Frauen der indigenen V\u00f6lker begannen nun, die Kokastr\u00e4ucher auszurei\u00dfen und wieder solche Pflanzen anzubauen, aus denen Nahrung gewonnen werden konnte. Auf einmal gab es wieder K\u00fche, Mais, Maniok, Zuckerrohr, Pfirsischpalmen, Bananen, Reis, Borojofr\u00fcchte, Avocados, Brei\u00e4pfel und Papaya. Auch die heiligen Pflanzen kehrten zur\u00fcck: der Yag\u00e9, die Salbei, die Robinie, die Minze. Aber dennoch kamen wie in den vergangenen Jahren wieder die Flugzeuge, die eine Giftspur hinter sich herzogen. Wieder fiel das Glyphosat auf die W\u00e4lder, auf die Gem\u00fcseg\u00e4rten, auf die Heilpflanzen, auf Fische und Rinder. Und wenn das Gift f\u00e4llt, fliehen die Wildtiere vor dem Anblick der verseuchten W\u00e4lder und Gew\u00e4sser.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich fehlte den Menschen das N\u00f6tigste zum Leben. Viele zogen fort in andere Teile Kolumbiens oder ins benachbarte Ecuador. Verlassene Geh\u00f6fte, vergiftete Menschen, vergiftete Heiligt\u00fcmer und Kultst\u00e4tten.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-3 box_2\"><\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ IMG-Texto full combinado \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContentFull layout_text_img colum_2 right\">\n<div class=\"box_1\"><img src=\"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/wp-content\/themes\/CRONICAS\/assets\/images\/historias\/single-el-wala\/11.jpg\" \/><\/div>\n<div class=\"woowContent1100 pure-g box_2\">\n<div class=\"woowTheContent pure-u-1-1 pure-u-md-1-3\">\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-1 simple \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1\">Nach langem Hin und Her, Stra\u00dfensperren, Papierkrieg, Beschwerden, Eingaben und endlosen Schlangen von Indigenen, die den H\u00e4uptlingsstab schwangen, wie man ein Schwert schleift, kehrte die Kokapflanze in all ihren Spielarten an den Putumayo zur\u00fcck. Die bittere, die rote bolivianische, die schwarze, die wei\u00dfe, die Chirosa, die Pomarrosa, die s\u00fc\u00dfe, die rotbeinige, die Tingo Maria, die Tingo Pajarito, die Tingo Negra, die krause, die Gigante Llanera, die Caucana.<\/div>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-2 \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text colum_2 pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-2-3 box_1\">\n<p>Trotz des Giftregens hielt Misaels Reservat sein Versprechen. In den G\u00e4rten, den \u201cTul\u201d, wie sie auf Nasayuwe hei\u00dfen, w\u00e4chst zwar weiterhin die Caucana oder Pajarita genannte Kokapflanze, die \u201eechte\u201c, wie die Indigenen sagen. Aber auch nur diese, die zu gewaltigen Stapeln aufget\u00fcrmt ger\u00f6stet wird und bei den Ritualen von der Gemeinschaft, den Dorfvorstehern, den Wachleuten und dem Th\u00ea\u00b4 Wala gekaut wird. Heilige Koka, damit M\u00e4nner und Frauen im Kampf klar denken und kraftvoll vorw\u00e4rts st\u00fcrmen k\u00f6nnen, damit der Th\u00ea\u00b4 Wala das Land und seine Bewohner in Harmonie versetzen kann, damit der Donnervater die Kraft der verstorbenen \u00c4ltesten und H\u00e4uptlinge auf die Gemeinschaft herabsendet.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-3 box_2\"><\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ IMG-1 full \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContentFull layout_img colum_full pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1\"><img src=\"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/wp-content\/themes\/CRONICAS\/assets\/images\/historias\/single-el-wala\/12.jpg\" \/><\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-1 \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1 box_1\" style=\"font-size: 30px; text-align: center;\">***<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-1 \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text pure-g\" style=\"text-align: right;\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-1 box_1 \">\n<p>Aus dem Tul kommt Esh und vermischt sich im Ritual mit Schnaps \u2013 fr\u00fcher mit vergorenem Mais oder Zuckerrohr \u2013 und mit dem Tabak, der im Tauschhandel mit anderen Gemeinschaften erworben wird. Aus wildem und heiligem Land kommen Heilpflanzen und Kalk. Die Nasa sagen, seine Kenntnisse w\u00fcrden es dem Th\u00ea\u00b4 Wala erm\u00f6glichen, sich zwischen den vier H\u00e4usern hin- und herzubewegen. Er sucht sie auf und durchzieht sie von rechts nach links wie der reinigende Fluss.<\/p>\n<\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-2 \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text colum_2 pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-2-3 box_1 text_comillas\">\u2013 Das sind heilige Pflanzen, heilsam und m\u00e4chtig. Unsere Kokapflanze schadet niemandem, die Kokapflanze heilt.<\/div>\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-3 box_2\"><\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ IMG-2 full \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContentFull layout_img colum_2 pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-2 box_1\"><img src=\"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/wp-content\/themes\/CRONICAS\/assets\/images\/historias\/single-el-wala\/13.jpg\" \/><\/div>\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-2 box_2\"><img src=\"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/wp-content\/themes\/CRONICAS\/assets\/images\/historias\/single-el-wala\/14.jpg\" \/><\/div>\n<\/article>\n<p><!--\/\/\/\/ Texto-1\/3 \/\/\/\/--><\/p>\n<article class=\"woowContent1100 layout_text colum_3 pure-g\">\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-3 box_1\"><\/div>\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-3 box_2 text_comillas gray\">Die hier beschriebenen Jahrtausende alten Praktiken des Anbaus und Verbrauchs von Kokapflanzen zu gesundheitlichen und rituellen Zwecken bedeuten f\u00fcr indigene Gemeinschaften wie die Nasa einen wesentlichen Bestandteil ihrer Kultur und sind somit Teil des kulturellen Erbes ganz Kolumbiens. Diese Praktiken stehen zwar unter dem Schutz der kolumbianischen Verfassung, treten aber oftmals mit gesetzlichen Bestimmungen und mit internationalen Antidrogenvereinbarungen zwischen Kolumbien und den USA in Konflikt.<\/div>\n<div class=\"pure-u-1-1 pure-u-md-1-3 box_3\"><\/div>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stimme des Nasa-Volks erschallt aus dem kolumbianischen Amazonasgebiet<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":192,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[9],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/191"}],"collection":[{"href":"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=191"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/191\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":203,"href":"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/191\/revisions\/203"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/192"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=191"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=191"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/cronicasdesarmadas.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=191"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}